In diesem Ratgeber
Sie setzen sich an die Bettkante und merken, dass das Aufstehen mehr Kraft kostet als früher? Dann lohnt sich ein Blick auf die Höhe Ihres Bettes. Ein höhenverstellbares Seniorenbett kann die Liegefläche an unterschiedliche Situationen anpassen: zum Hinlegen, zum Aufstehen und bei Bedarf auch für die Unterstützung durch andere Menschen. Entscheidend ist, ob Sie diese Verstellung im Alltag tatsächlich gut nutzen können.
Höhenverstellung ist mehr als ein verstellbarer Lattenrost
Bei einer elektrischen Rückenlehne verändert sich die Lage Ihres Oberkörpers. Bei der Höhenverstellung fährt dagegen die gesamte Liegefläche nach oben oder unten. Das sind zwei getrennte Funktionen. Ein Bett mit elektrisch verstellbarem Kopfteil ist deshalb nicht automatisch höhenverstellbar. Lassen Sie sich beim Vergleich zeigen, welche Bewegung über welche Taste gesteuert wird.
Auch ein dauerhaft erhöhtes Bett bietet etwas anderes: Seine Einstiegshöhe bleibt gleich. Das kann gut passen, wenn Sie immer dieselbe Höhe benötigen. Eine variable Höhe wird interessant, wenn Sie verschiedene Positionen brauchen oder Angehörige gelegentlich am Bett helfen.
Welche Höhe passt zum Ein- und Aussteigen?
Eine universell richtige Zentimeterzahl gibt es nicht. Ihre Körperproportionen, die Matratze und Ihr Bewegungsablauf spielen zusammen. Prüfen Sie am vollständigen Bett, wie sich das Sitzen an der Kante anfühlt. Können Sie Ihre Füße gut abstellen? Müssen Sie nach vorn rutschen, um den Boden zu erreichen? Oder sitzen Sie so tief, dass das Aufrichten besonders schwerfällt?
Die Matratze gehört zum Höhentest dazu
Die technische Angabe zur Liegeflächenhöhe beschreibt nicht immer die Oberkante der Matratze. Außerdem gibt eine Matratze unter Ihrem Gewicht nach. Fragen Sie deshalb, worauf sich die Maßangabe bezieht, und testen Sie die Kombination, die später geliefert werden soll. Ein Foto oder die Rahmenhöhe allein reicht dafür nicht.
Den gewohnten Ablauf berücksichtigen
Steigen Sie normalerweise rechts oder links aus? Nutzen Sie eine Gehhilfe oder Unterstützung durch eine andere Person? Diese Punkte beeinflussen, wie Sie an die Bettkante gelangen. Wenn Sie dabei unsicher sind, sollte eine Pflege- oder Therapiefachperson den Ablauf mit beurteilen. Ein höher eingestelltes Bett ersetzt keine individuell nötige Unterstützung.
Wann ist eine andere Arbeitshöhe hilfreich?
Beim Beziehen der Matratze oder bei unterstützenden Tätigkeiten kann eine angehobene Liegefläche den Zugang verändern. Wichtig ist, dass neben dem Bett genügend Raum bleibt und die vorgesehenen Handgriffe gut erreichbar sind. Die Stellung für eine unterstützende Person muss nicht dieselbe sein wie Ihre Schlaf- oder Einstiegshöhe.
Besprechen Sie deshalb getrennt, welche Position Sie nachts nutzen und welche Einstellungen tagsüber gebraucht werden. Wenn eine besonders niedrige Schlafposition gewünscht ist, hilft der Ratgeber zum Niederflurbett bei der Einordnung.
So prüfen Sie die Bedienung vor der Entscheidung
- Erreichbarkeit: Liegt der Handschalter dort, wo Sie ihn im Liegen und Sitzen greifen können?
- Verständlichkeit: Erkennen Sie die Tasten auch ohne Erklärung wieder?
- Verstellbereich: Lassen sich die für Sie passenden Positionen tatsächlich einstellen?
- Umgebung: Bleiben Nachttisch, Kabel und andere Gegenstände außerhalb des Bewegungsbereichs?
- Unterstützung: Weiß eine zweite Person, wie das Bett bestimmungsgemäß bedient wird?
Probieren Sie die Funktionen bei einer Einweisung selbst aus. Lassen Sie sich außerdem erklären, welche Einstellungen nach der Nutzung vorgesehen sind. Hilfreiche Fragen finden Sie im Beitrag Elektrisches Seniorenbett bedienen.
Ihre Anforderungen entscheiden über das Modell
Notieren Sie vor der Beratung die zwei Situationen, die Ihr jetziges Bett erschwert. Damit lässt sich gezielter vergleichen als mit einer langen Wunschliste technischer Funktionen. Bei Senior-Bett.de können Sie höhenverstellbare Bettmodelle kennenlernen und klären, welche Lösung zu Ihrem Schlafzimmer und Ihrer Nutzung passt.




